Bildungswesen
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B-SGA fordert: Kein Missbrauch des Autonomiebegriffs

„Autonomiepaket“ muss den Schulen mehr, nicht weniger Möglichkeiten bringen

Zum Originalartikel OTS Presseaussendung

Wien (OTS) - Österreichs Schulen wurden im Lauf der letzten beiden Jahrzehnte massenweise Ressourcen und damit jeder Gestaltungsspielraum entzogen. Zwischen 1997 und 2013 wurde der Anteil am Brutto-Inlandsprodukt, der dem Schulwesen gewidmet wird, von 4,3 % auf 3,2 % reduziert. Das entspricht 4,5 Milliarden pro Jahr, die Österreichs Schulwesen jetzt weniger zur Verfügung stehen und an den Schulen schmerzlich fehlen.

Österreichs Schulen haben deshalb keine Möglichkeit mehr, den schulautonomen Spielraum, den Schulgesetze seit Jahrzehnten bieten, auch zu nutzen. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen, aus denen Schülerinnen und Schüler ihren Interessen entsprechend wählen konnten, gibt es mangels Ressourcen nur mehr in mikroskopischer Größe, im Schulrecht vorgesehene Teilungen können mangels Ressourcen nicht mehr eingehalten werden, gesetzlich vorgeschriebene Klassenschülerhöchstzahlen müssen massenweise überschritten werden.

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B-SGA fordert Zeit- und Raumressourcen für eine Digitalisierungsoffensive

Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) begrüßt die von Bildungsministerin Mag.a Dr.in Sonja Hammerschmid angekündigte Offensive im Bereich der digitalen Bildung und hält sie für sehr wichtig. Österreichs Schulwesen war Basis für Österreichs Aufstieg zu den wohlhabendsten Staaten der Welt. Österreichs Schulwesen soll dies auch in Zukunft sein.

Eine verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ im Ausmaß von 2 bis 4 Wochenstunden im Lauf der Sekundarstufe I, wie sie im Konzept der Bundesministerin für Bildung vorgesehen ist, erfordert zusätzliche Unterrichtszeit.

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Lehrergewerkschaft mobilisiert gegen Autonomiepaket

Zitat: 02.01.2017, orf.at, Link zum Originalartikel

Die Lehrergewerkschaft mobilisiert gegen das noch nicht einmal fertig ausverhandelte Schulautonomiepaket der Regierung. Morgen werden Infoplakate „als gewerkschaftliche Information an Funktionäre und Schulen in ganz Österreich versendet“, heißt es in einem Schreiben. Und: „Weitere gewerkschaftliche Maßnahmen könnten folgen.“

In den Plänen zum Autonomiepaket im Zuge der Bildungsreform ist unter anderem vorgesehen, dass die Schulpartner in pädagogischen Fragen wie der Gruppengröße oder der Festlegung von Aufnahmekriterien (an höheren Schulen) ihre Mitentscheidungsrechte verlieren. Diese Entscheidungen sollen künftig vom Direktor bzw. der Leitung der künftigen Schulcluster mit bis zu acht Schulen getroffen werden.

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2017 kommt die Bildungsreform in ihre heiße Phase, doch was erhoffen sich Betroffene und Experten tatsächlich? Neun Neujahrs-Statements - Wünsche für unsere Schulen

Es war kein übertrieben harmonischer Jahresausklang für Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ): Am 6. Dezember musste sie die Öffentlichkeit darüber informieren, dass laut jüngstem PISA-Durchlauf  ein Drittel der hiesigen 15-Jährigen in Lesen, Mathematik oder Naturwissenschaften nicht einmal die Basics beherrschen.
Und einen Tag später folgte die Meldung, dass sich die Einigung auf eine neue Schulverwaltung („Bildungsdirektionen“) bis ins erste Quartal 2017 verzögert. Spätestens dann soll auch das Gesetz für die Schulautonomie stehen, gegen das die Schulpartner bislang protestieren, weil sie um ihr Recht auf Mitbestimmung fürchten.

Ganzer Artikel:  Seite 1  -  Seite 2  (PDF)

 

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Die Elternvertreter wehren sich weiter gegen das Schulautonomiepaket. Ihr Fokus für das neue Jahr: Die „Rettung der Schuldemokratie“.

DiePresse.com, Link zum Originalartikel

Die Elternvertreter wehren sich weiter gegen das Schulautonomiepaket. „Die Absicht des Bildungsministeriums, die Mitbestimmungsrechte der Eltern, Schüler und Lehrer zu Grabe zu tragen, zwingt die Elternvertreter, sich vorerst auf die Rettung der Schuldemokratie zu konzentrieren“, heißt es in einer Presseaussendung zum neuen Jahr. Würden die Rechte der Schulpartner „ersatzlos gestrichen“, werde es „in naher Zukunft keine ehrenamtliche Elternvertretung mehr geben“, warnt der Bundeselternverband.

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Autonomiepaket löst heftige Reaktionen aus

Liebe Eltern und Elternvertreter!

In Ergänzung und Weiterführung unserer Bemühungen mit den Medien erhalten wir zwar erstes Feedback und positive Rückmeldungen, aber wir bräuchten - wie auch die Medienvertreter - jetzt umso mehr Ihre Unterstützung für die geplanten Aktionen.

Wir haben bereits erste Zusagen für Gespräche mit Vertretern des Ministeriums sowie den Koalitionspartnern - wir sind parteienneutral und sehen das Wohl des Schülers/der Schülerin an erster Stelle.

Das Autonomiepaket erscheint uns bei Durchsicht als Katastrophe, und wir bitten alle Beteiligten sich schnellstmöglich entsprechend einzubringen.

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Bildungsreform: Ein Direktor kann bis zu acht Schulen leiten

Zitat: 05.10.2016 | 06:28 |   (Die Presse)

Schulen sollen in Verbünde zusammengefasst werden. Die Direktoren sollen dort mehr Spielraum haben und mehr gestalten können.

Wien. Auf eine komplette Umsetzung der am 17. November 2015 paktierten Bildungsreform heißt es zwar weiter warten. Aber es sickern nach und nach mehr inhaltliche Details durch – etwa zu den geplanten Schulclustern, also den Zusammenschlüssen von mehreren Schulen, die von einem Direktor bzw. einer Direktorin geleitet werden sollen.

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Guter Frontalunterricht ist super

 (DiePresse.com)

Wenn offener Unterricht gut gemacht ist, kann er soziale Unterschiede ausgleichen. Schlechter kann sie dagegen sogar verstärken.

Offener Unterricht liegt in Österreich im Trend. Soll er allerdings gut gemacht werden, bräuchte es zusätzliche Ressourcen und mehr Vorbereitung der Lehrer - und beides fehlt derzeit, sagt die Grazer Bildungswissenschafterin Agnieszka Czejkowska. Die Folge: "Derzeit wird vieles Offener Unterricht genannt, was gar keiner ist."

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Riesenloch: Im Bildungsbudget fehlen 536 Millionen Euro

Zitat/Quelle: https://kurier.at/politik/inland/riesenloch-im-bildungsbudget-fehlen-536-millionen-euro/224.123.278

Im Budget der SPÖ-Bildungsministerin, das fast zu 90 Prozent für Lehrergehälter und Mieten verplant ist, klafft eine große Lücke.

Finanzminister Schelling fordert Sparkurs. Der ist in Hammerschmids Bildungsressort aber schwierig.