Bildungswesen
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Wien, 29. September 2017


AN DIE ZUKÜNFTIGE BUNDESREGIERUNG !


Sehr geehrter Damen und Herren,

Der Bundeselternverband richtet 5 zentrale Anliegen an die künftige Bundesregierung und fordert zusätzlich die Umsetzung von 5 Sofortmaßnahmen:

Die 5 zentrale Anliegen:

1. Gesetzliche Verankerung und Mittelausstattung der Elternverbände

Elternvertretung ist eine ehrenamtliche Tätigkeit, die viele Funktionäre gerne und engagiert ausüben. Für die Arbeit in den Bundes- und Landesorganisationen fehlen jedoch seit Jahren entsprechende gesetzliche Grundlagen und dringend benötigte Ressourcen, wie Büros und Unterstützungspersonal. Die verfassungsrechtlich normierte Schulpartnerschaft muss endlich in einem Gesetz münden.

2. Bildungsreformen nur mit rechtzeitiger Einbindung der Bundesschulpartner

Für qualitätsvolle Veränderungen der Bildungslandschaft abseits parteiideologischer Einflussnahme ist die frühzeitige und vollständige Einbindung der Schulpartner in die Planung unabdingbar.

3. Bekenntnis zu differenziertem Schulsystem und Langform des Gymnasiums

Internationale Studien zeigen mittlerweile den überragenden Vorteil differenzierter Schulsysteme. Die Ergebnisse der Bildungsstandarderhebungen zeigen zusätzlich die hohe Bildungsqualität der Langform des Gymnasiums. Klare Schwerpunktsetzungen im Bereich der Begabten- und Begabungsförderung sichern die Zukunft unserer Kinder, setzen aber auch entsprechende organisatorische Maßnahmen und Mittel voraus.

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Bildungspaket beschlossen - Kein einziges Problem gelöst

Pressekonferenz des Bundeselternverbands gemeinsam mit Lehrervertretern und Sprechern der österreichischen AHS-Direktoren:

http://tvthek.orf.at/profile/Additional-Content/1670/Pressekonferenz-des-Bundeselternverbands/13935507

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Bildungsreform: Schuldemokratie „demontiert“

Quelle / Zitat: http://salzburg.orf.at/news/stories/2850931/  am 25.06.17

Heftige Kritik an der von SPÖ, ÖVP und Grünen ausgehandelten Bildungsreform kommt jetzt vom Bundes-Elternvertreter an höheren und mittleren Schulen. Der Salzburger Gernot Schreyer sieht eine „schuldemokratische Demontage“.

Der zwischen SPÖ, ÖVP und Grünen erzielte Kompromiss ist für Schreyer eine schlechte Lösung auf den Rücken der Betroffenen: „Es sind zwar wesentliche Giftzähne gezogen, aber es ist immer noch so, dass wir die Zwei-Drittel-Mehrheiten in den Schulgemeinschaftsausschüssen auf einfache Mehrheiten reduziert haben, die dazu führen werden, dass man die Schulpartner vor Ort gegeneinander ausspielen kann.“ Die Schulgemeinschaftsausschüsse bestehen ja aus jeweils drei Vertretern von Schülern, Lehrern und Eltern.

Der Salzburger Gernot Schreyer, Bundeselternvertreter für die mittleren und höheren Schule, kritisiert die Bildungsreform heftig

Auch die Aufhebung fixer Teilungszahlen und Schülerhöchstzahlen für Klassen sieht Schreyer äußerst kritisch: „Da werden auch hier durch die Hintertür Sparpakete hereinkommen.


Gesamtschul-Modellregionen „nie Teil der Gespräche“

Auch die auf Wunsch der Grünen reaktivierten Modellregionen für eine Gesamtschule aller Zehn- bis 14-Jährigen stoßen dem Bundeselternvertreter sauer auf: „Die Gesamtschule war überhaupt nie Bestandteil der Diskussion, nie Bestandteil irgendwelcher Ankündigungen und Gespräche, und war ja auch nicht im Begutachtungsverfahren enthalten. Das wurde völlig überraschend aus der Schublade gezogen - und dient nur dazu, um dieses Paket so rasch wie möglich und ohne mit den Betroffenen zu reden jetzt doch noch durchzudrücken.“

Beim jetzt erzielten politischen Kompromiss handle es sich um ein reines Struktur- und Verwaltungspaket, ärgert sich Schreyer. Nach pädagogischen Inhalten werde man darin vergeblich suchen.

Links:

 

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Offener Brief an den Vorsitzenden der Österreichischen Volkspartei, Herrn Sebastian Kurz!

Mit großem Entsetzen müssen die Salzburger Schulpartner aus AHS und BMHS zur Kenntnis nehmen, dass nun das sogenannte Strukturpaket (fälschlicherweise als „Autonomiepaket“ verkauft) nun endgültig im Nationalrat verabschiedet werden soll.

Laut Bundesverfassungsgesetz sind Eltern und Schule für Bildung und Erziehung der (nicht eigenberechtigten) Kinder verantwortlich, daraus resultiert die Schulpartnerschaft.

LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern gestalten und prägen gemeinsam mit den DirektorInnen die Schulstandorte. Und nun werden künftig die Schulgemeinschaftsausschüsse in ihrem Wirken maßgeblich beschnitten. Dem BMB sind Eltern und SchülerInnen-Anliegen völlig gleichgültig! Denn im gesamten Prozess wurden die Eltern und SchülerInnen vor vollendete Tatsachen gestellt! Niemals wurden sie eingebunden!

Keine einzige Maßnahme in diesem Paket kommt positiv bei den SchülerInnen an: Riesenklassen durch die Aufhebung der KlassenschülerInnen-Höchstzahl von 25 und der Teilungsziffern-Verordnung, Einstampfen der Schulschwerpunkte, Unterfinanzierung der Bundesschulen, viel zu wenige Realstunden-Zuteilungen,….

Und zu allerletzt steht die Gesamtschule im Fokus!

KeinE PolitikerIn hat jemals über diesen von der SPÖ und von den Grünen geforderten Schultyp Details preisgegeben. Was ist unter Gesamtschule zu verstehen? Die „Gemeinsame Schule“ mit heterogenen Klassen und geführt wie die Neue Mittelschule? Die Neue Mittelschule ist das teuerste System! Wie ist das mit der durch das BMB aufgezwungenen Kostenneutralität zu sehen?

Exekutivdienstgeprägte Juristen gestalten ab sofort die Bildungslandschaft, dieses Paket ist mehr als entbehrlich! SchülerInnen, LehrerInnen, DirektorInnen und Eltern an Bundesschulen wollen dieses Maßnahmenpaket nicht! Wir wollen endlich pädagogische Reformen, die bei den SchülerInnen ankommen. Wir bekennen uns zu einem differenzierten Schulwesen, in dem unsere Kinder bestmöglich gefördert und gefordert werden. Wir wollen keine Gesamtschulen der 6- bis 14-Jährigen! Vielfalt, Chancengerechtigkeit sowie die Beibehaltung und der Ausbau der schulautonomen Schwerpunkte sind eine wesentliche Stärke unserer gut funktionierenden Schullandschaft in Österreich!

Sehr geehrter Herr Kurz: Bitte stoppen Sie diesen Irrsinn, Sie werden von tausenden enttäuschten WählerInnen keine Stimme am Wahlsonntag im Oktober 2017 erhalten! Und welche Hoffnungen auf die „Neue ÖVP-Bewegung“ wurden und werden zu Grabe getragen!!!

Für die Salzburger Schulpartner
Heidrun Eibl-Göschl am 20. Juni 2017

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Riesen-Klassen und Massen-Vorlesungen: Salzburgs Schulpartner wollen die geplante Schulreform nicht. Der Landeshauptmann schon.

Zitat/Quelle: Salzburger Nachrichten v. 19.06.2017  http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/schueler-eltern-lehrer-vernichtende-kritik-an-geplanter-schulreform-252539/

Politik gegen Schulpartner: So könnte man das harte Ringen um das geplante Schulautonomiepaket beschreiben. ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sprach sich am Sonntag gemeinsam mit den Landeshauptleuten von Tirol und Vorarlberg für eine rasche Umsetzung aus. Zugleich forderten Salzburgs Schüler-, Eltern und auch Lehrervertreter im Gespräch mit den SN, dass die geplante Schulreform sofort zu den Akten gelegt werden müsse. Die Schulpartner befürchten, dass die Klassen, in denen schon jetzt teilweise bis zu 36 Schüler sitzen, noch größer werden könnten. Das geplante Schulautonomiepaket stößt in Salzburg auf massive Ablehnung. Während in Wien die Regierungsparteien noch immer um eine Mehrheit im Parlament ringen, fordern in Salzburg die Schulpartner (Schüler-, Lehrer- und Elternvertreter), dass dieses Schulpaket endgültig ad acta gelegt wird.

"Niemand will das Paket. Und trotzdem will man es durchdrücken", sagt der aus Salzburg stammende Bundeselternvertreter Gernot Schreyer. Dieses "Paket" würde massive Verschlechterungen bringen. Zentraler Kritikpunkt ist die vorgesehene Aufhebung der Klassenschülerhöchstzahlen. Das heißt: Wenn sich die Schulleitung entscheidet, Lehrerstunden umzuschichten, könnten statt derzeit maximal 36 Schülern künftig auch 40 oder mehr in einer Klasse sitzen.

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Utl.: B-SGA ist über die aktuellen politischen Entwicklungen entsetzt

Die Forderung der Grünen, aus Gymnasien via „Modellregionen“ auch dann Gesamtschulen zu machen, wenn sich nicht die Mehrheit der Betroffenen dafür gewinnen lässt, ist ein überraschender Höhepunkt und schockierender Tiefpunkt der aktuellen politischen Diskussion.

Was von der Politik unter dem Titel „mehr Autonomie für die Schulen“ seit Jahren angekündigt wurde, droht nun in Wahrheit als Entmündigung der Schulen zu enden.

Die Betroffenen haben sich, wo immer man ein Gymnasium seiner Unterstufe berauben wollte, dem Versuch widersetzt. Die Antwort hätte schon längst ein Nachdenken der Politik über die Gründe dafür sein müssen. Die Antwort darf sicher nicht sein, dass man jetzt die Rechte der Schulpartner vor Ort beschneidet, die in Österreichs Gesetzen seit Jahrzehnten verankert sind.

Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) fordert von allen politischen Parteien Respekt vor den Menschen, die Schule leben und erleben, und ein verantwortungsbewusstes Handeln – auch in Vorwahlzeiten. Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss verwehrt sich gegen den Abbau demokratischer Mitwirkungsrechte der Betroffenen und weist eine Politik des Drüberfahrens aufs Schärfste zurück.

Rückfragehinweis:
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mag. Roland Gangl, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft in der GÖD, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wien, am 14. Juni 2017

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PRESSEMITTEILUNG

Bundeselternverband:  Finger weg von wahltaktischer Bildungsreform!

Wien, 15.05.2017         In den letzten drei Tagen war wiederholt die Absicht von Teilen der Regierung zu hören, das sehr umstrittene, sogenannte „Autonomiepaket“ doch noch beschließen zu wollen.

Bildung ist die Zukunft unserer Kinder

 Zahllose Betroffen und Experten äußerten sich seit Beginn der Gespräche um das sog. „Autonomiepaket“ immer sehr kritisch bis ablehnend. Den vorläufigen Höhepunkt lieferten beinahe 1.600 überwiegend kritische Stimmen im Rahmen der Begutachtung. BEV Präsident Gernot Schreyer: „Es ist unglaublich und empörend, dass diese kritischen Stimmen völlig ignoriert werden! Gleichzeitig werden die dringendsten und wichtigstem Problembereiche unserer Schulen gar nicht erst erwähnt.“  Der Bundeselternverband stellt hier einen äußerst sorglosen Umgang mit der Zukunft unserer Kinder fest.

 … und jetzt wahltaktische Spielchen

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Stellungnahme des BEV zum Autonomiepaket SN 28.4.2017 und Interview mit Staatssekretär Mahrer:

Herr Staatssekretär Mahrer spricht im SN Interview von Ängsten der Schulpartner vor großen Klassen, Emotionen, Veränderungswiderständen und angeblich falsch verstandenen Informationen.

Die Regierungsvorlage zum Autonomiepaket, die hoffentlich keine falschen Informationen enthält, haben die Schulpartner, welche im Übrigen nicht nur aus Schülern und Eltern, sondern auch aus Lehrern bestehen (!), ausführlich gelesen und geprüft. Dieser Entwurf ist der, in potentielle Gesetzestexte, gegossenen Wille der Regierung. Nicht die begleitende Werbung und die mündlich vorgetragenen, schönen Absichtserklärungen der Regierungsmitglieder, sondern der Gesetzestext wird das zukünftige Handeln der Schulbehörden vorgeben. Denn sie müssen sich an Gesetze und Verordnungen halten.

Und genau in diesem Textentwurf finden sich nun die schönen Versprechungen und märchenhaften Darstellungen nicht, sondern leider ganz andere Realitäten.