Kinder- und Jugendschutz
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Wir Eltern sagen: Nein! Die sexuelle Gewalt an Kindern ist eine der schrecklichsten Straftaten, die ein Mensch verüben kann. Und das sollte sich auch auf das Strafmaß auswirken.

 

Doch Juristen und Gesetzgeber in unserem Land sehen das offensichtlich anders: Denn wie kann es sonst sein, dass der Verwaltungsgerichtshof vor kurzem bestätigte, dass ein fünffacher Vergewaltiger nicht in Haft muss, sondern nur eine Fußfessel bekommt? Schon nach einigen Monaten ist für den Täter die Sache ausgestanden. Für das Opfer nicht. Im Gegenteil: Es leidet psychisch ein Leben lang an den Folgen dieses Verbrechens.

 

Besonders empörend empfinden wir es, dass Eigentumsdelikte weitaus schärfer bestraft werden. Ein  Betrüger kann bereits ab einem Schaden von mehr als 3000 Euro mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft werden kann. Das gleiche Strafausmaß gibt es für  "körperliche Gewalt mit Todesfolge."

 

In keinem Verhältnis steht unseres Erachtens dazu, dass ein Mann, der eine Jugendliche fünfmal vergewaltigt hat, zu nur acht Monaten unbedingt und 14 Monate Hausarrest verurteilt wird - und die Haftstrafe wird dann auch noch in Hausarrest umgewandelt. Diese  Rechtsauffassung in Österreich ist uns unverständlich.

 

Wir meinen: Verletzungen am Menschen, sowohl körperlicher als auch seelischer Natur, haben über Finanzdelikten zu stehen.


Daher fordert der Bundeselternverband für AHS und BHS:

 

- Sexueller Kindesmissbrauch ist genauso hart zu bestrafen wie  "Körperverletzung mit tödlichem Ausgang"

- Täter, die Minderjährige vergewaltigt haben, müssen ihre Haft in jedem Fall auch tatsächlich absitzen

- Abschaffung der straf- und zivilrechtlichen Verjährungsfristen