Schulentwicklung - PISA
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Presseaussendung vom 7.12.2010:

 

Die Elternverbände fordern die Regierung zur Umsetzung der Reformen auf

 

Die Ergebnisse der neuesten PISA Studie sind ein weiterer Wink mit dem Zaunpfahl. Ob es nun Defizite im sinnerfassenden Lesen sind oder in Mathematik – die Tendenz zeigt deutlich nach unten. Die Umsetzung der von vielen Seiten klar umrissenen Reformen entwickelt sich zu einer für Österreich existentiellen Notwendigkeit.

 

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Präsidenten des Dachverbandes der Pflichtschulelternvereine (Gerald Netzl), des Hauptverbandes Katholischer Elternvereine Österreichs (Stefan Mandahus) und des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (Theodor Saverschel) zum wiederholten Male die sofortige und schon seit langem überfällige Umsetzung der Bildungsreform.

 

Für das Schulsystem bedeutet das

 

-          Ausbau der ganztägigen Schulangebote mit verstärkter Förderung

-          Investition in die LehrerInnenbildung und Fortbildung

-          Einsatz der Bildungsstandards mit begleitender Feed-back-Kultur

-          Weiterentwicklung der Schulaufsicht in Richtung Qualitätsmanagement, gezielte Unterstützung für die LehrerInnen

-          Die Schulstandorte sind in ihrer Verantwortung stärken.

-          bundesweites und unabhängiges Qualitätsmanagement

-          einheitliche Steuerung auf Basis strategischer Bildungsziele (Output und Outcome - Orientierung)

-          Verschlankung des Verwaltungsapparates – das investierte Geld soll den Schulen zukommen. Wir haben eines der teuersten Systeme in Europa, mit – wie jetzt wieder bestätigt wird - sehr bescheidenem Ergebnis.

 

Die für alle entbehrliche und glücklicherweise gescheiterte Verländerungsdiskussion hat nur eine weitere Verzögerung der, im Regierungsübereinkommen von 2008 bereits vereinbarten, Bildungsreform mit sich gebracht.

 

„Es wurde genug wertvolle Zeit vergeudet. Wie viele Hiobsbotschaften sind denn noch notwendig, damit die Regierung ihr verantwortungsloses Stillhalten beendet und die Arbeit macht, wofür sie gewählt wurde“, so Saverschel.