Ferialjobs und Praktika
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Ferialpraxis

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schüler und Studenten in Betrieben zu beschäftigen: als Ferialpraktikant, Ferialarbeitnehmer oder Volontär.

Ferialpraktikanten:

Ferialpraktikanten sind Schüler oder Studenten, die auf Grund ihres Lehrplanes bzw Studienplanes bestimmte Tätigkeiten nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses verrichten, um ihre schulische Ausbildung zu ergänzen. Der Ausbildungszweck überwiegt. Manche Kollektivverträge sehen für Ferialpraktikanten eigene Bestimmungen vor.

Ob ein Entgelt gezahlt wird und wie hoch dieses ist, unterliegt grundsätzlich der freien Vereinbarung. Kollektivvertragliche Sonderregelungen sind jedoch möglich. Wenn Ferialpraktikanten ein Taschengeld beziehen, das die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet, sind sie zur Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung anzumelden.

Ferialarbeitnehmer (Werkstudenten):

Werkstudenten sind Schüler oder Studenten, die während der Ferien eine Arbeit annehmen, um Geld zu verdienen. Wesentlich ist, dass diese Arbeit nicht durch schulische Ausbildungsnormen vorgeschrieben wird. Werkstudenten sind wie andere Dienstnehmer zu behandeln und unterliegen den jeweiligen gesetzlichen und kollektivvertraglichen Bestimmungen.

Mit solchen Dienstnehmern kann ein Dienstverhältnis auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden, das dann nach den jeweiligen kollektivvertraglichen oder gesetzlichen Bestimmungen gekündigt werden kann. Bei Ferialbeschäftigung ist dies aber normalerweise nur bei Arbeitertätigkeiten zweckmäßig, da bei Angestellten die Kündigungsfristen zu lange sind. Es kann jedoch auch ein Dienstverhältnis auf bestimmte Zeit schon bei Eintritt vereinbart werden. Es empfiehlt sich, eine solche Vereinbarung schriftlich abzuschließen und allenfalls eine Probezeit vorzusehen. Ein Dienstverhältnis auf bestimmte Zeit kann vor Ablauf der Befristung nur aus wichtigen Gründen aufgelöst werden.

Werkstudenten sind - soferne ihr Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet - voll zur Sozialversicherung anzumelden. Geringfügig Beschäftigte sind nur unfallversichert und bei der jeweiligen Landesstelle der Unfallversicherung anzumelden.

Volontäre:

Volontäre sind Personen, die kurzfristig in einem Betrieb tätig sind, um sich weiterzubilden, ohne dass dies durch schulische Ausbildungsnormen vorgeschrieben wird. Volontäre zählen nicht zu den Dienstnehmern. Volontär ist jemand, der mit Erlaubnis des Betriebsinhabers betriebliche Einrichtungen kennenlernt , und sich bestimmte Fertigkeiten und Kenntnisse aneignen darf. Sofern jedoch Arbeitspflicht besteht, ist von einem Dienstverhältnis auszugehen. Sie erhalten kein Entgelt und unterliegen nicht der Betriebsdisziplin.

Sozialversicherungspflicht besteht nicht, Volontäre sind aber zur Unfallversicherung anzumelden.