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Neues vom B-SGA: Schulpartner fordern "Fortbildungsscheck" für LehrerInnen        


Utl.: Schwere Versäumnisse bei der Umsetzung von Zentralmatura und neuer Oberstufe

 

Wien (OTS) - Theodor Saverschel, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs und derzeit Vorsitzender des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA), stellt nach der zweiten Sitzung des B-SGA fest: "Ab dem kommenden Schuljahr kann die neue Oberstufe umgesetzt werden. Dafür ist eine Semestrierung der Lehrpläne erforderlich. Meines Wissens gibt es im AHS-Bereich diese Lehrpläne noch für keinen einzigen Gegenstand. Es wurden angeblich noch nicht einmal die Lehrplankommissionen einberufen. Ich frage mich, wieso BM Schmied seit der gesetzlichen Verankerung der neuen Oberstufe über ein Jahr tatenlos hat verstreichen lassen." 

 

"Auch wenn die Schülervertretung wegen zu geringer Wahlmöglichkeiten mit der neuen Oberstufe nicht restlos glücklich ist, könnten im Rahmen dieser notwendigen Lehrplanänderung endlich rechtsverbindlich die Inhalte verankert werden, die bei der Zentralmatura alle Kandidaten beherrschen müssen", ergänzt der Bundesschulsprecher Felix Wagner. "In Mathematik etwa gibt es einen Grundkompetenzenkatalog mit vielen konkreten Inhalten, doch handelt es sich dabei um eine BIFIE-Broschüre, die jederzeit geändert werden könnte, und keine rechtsverbindliche Grundlage, auf die sich alle Schulpartner und auch die Schulbuchverlage verlassen können."

 

Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, fasst die Position der Schulpartner in einem anderen Bereich zusammen, über den in der dreistündigen Sitzung beraten wurde. "Wir fordern eine Art virtuellen Fortbildungsscheck für Lehrerinnen und Lehrer, den diese bei dem Fortbildungsanbieter einlösen können, der die passenden Angebote stellt." Derzeit haben Pädagogische Hochschulen quasi das institutionelle Fortbildungsmonopol. In manchen Bereichen seien diese allerdings einfach nicht in der Lage, das passende Angebot zu stellen. "Die fachwissenschaftliche Fortbildung von AHS- oder BMHS-Lehrern kann sinnvollerweise nur an Universitäten oder Fachhochschulen erfolgen." Roland Gangl, stellvertretender Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft in der GÖD, ergänzt: "Technische Neuerungen in Betrieben werden am besten von den Betrieben selbst geschult. Mit einem Fortbildungsscheck bekäme der Anbieter das Geld, der die Schulung durchführt."

 

Alle Schulpartner sind sich darüber einig, dass Fortbildung in möglichst hohem Ausmaß in der unterrichtsfreien Zeit angeboten werden sollte. "Wenn ein solches qualitativ hochwertiges Angebot existiert, werden die Lehrer dieses auch nutzen", so Gangl und Quin unisono. Abschließend erneuern die Schulpartner ihre Forderung nach einer raschen gesetzlichen Verankerung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses: "Wir haben unser Konzept vorgelegt. Die Politik muss nur wollen, dann kann es ganz schnell gehen. Allerdings hatten wir nicht den Eindruck, dass BM Schmied an einer dadurch erreichten Stärkung der Schulpartnerschaft interessiert ist."

 

Rückfragehinweis:
   Mag. Roland Gangl, Vorsitzender-Stellvertreter der BMHS-Gewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   Ing. Theodor Saverschel, MBA, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   Felix Wagner, Bundesschulsprecher, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   Mag. Matthias Hofer, 0664 46 04 153, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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