Über uns
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Der Bundesverband der Elternvereinigungen an Mittleren und Höheren Schulen Österreichs (BEV) wertet es als äußerst positiv, dass sich die neue Regierung ganz deutlich zur Schulpartnerschaft bekennt. Dieses Thema als eigenen Punkt ins Regierungsprogramm aufzunehmen, sehen wir als klares Bekenntnis, Eltern als tragende Säule der Schulpartnerschaft zu bestätigen.

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Link intern Regierungsprogramm "Bildung"

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Die immer wiederkehrende Diskussion über die Ferien begleitet Elternvertreter ihre ganze Funktionsperiode. Als uns vom Dachverband Pflichtschule der Vorschlag eines neuen Gesamtkonzeptes für die Neugestaltung der Ferienordnung präsentiert wurde, haben die Bundesländer mit lautem Seufzen reagiert.

Heute sind wir für diese Initiative dankbar: Dank der Umfrage sehen wir uns in unserer Forderung bestärkt: „Schluss mit der Feriendiskussion!“

Wir unterstützen aber die Forderung:
° Zwickeltage generell schulfrei erklären
° Osterdienstag, Pfingstdienstag und Landespatrontage müssen nicht schulfrei sein.

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Bezug nehmend auf den Erlass des BMF, GZ BMF-010203/0544-VI/7/2006 vom 27.11.2006 2. LStR-Wartungserlass 2006
Presseaussendung 2007-03-11

Droht Elternvereinen strafrechtliche Verfolgung?

Warum sollen ehrenamtlich aufgebaute Organisationen Gelder aufbringen, um die Infrastruktur der Bildungseinrichtungen am Leben zu erhalten?

Der aktuelle Erlass des BMF gibt Anlass zur Sorge, dass den Elternvereinen ab dem neuen Schuljahr strafrechtliche Folgen drohen, wenn sie weiterhin für Schilehrer/Innen, Sprachassisten/Innen oder Pausenaufsicht aufkommen. Da das Finanzministerium davon ausgeht, dass z.B. die entgeltliche Beaufsichtigung der Schüler/Innen in der Mittagspause, bzw. vor und nach dem Unterricht einem Dienstverhältnis unterliegt, fallen auch die entsprechenden Dienstgeberabgaben an.

Die bequeme Auslagerung der Personalkosten seitens der Schule auf den Elternverein kann ab sofort von diesem nicht mehr übernommen werden, da der Verein somit auch alle Verpflichtungen eines Dienstgebers übernimmt. Wir können den Vereinen daher nur raten, alle finanziellen Zuwendungen für die Bezahlung, die zur Abgeltung von Personalkosten verwendet werden, umgehend einzustellen.

Diese Regelung tritt ab dem Schuljahr 2007/2008 in Kraft und betrifft auch die so genannten freien Dienstverträge. Der BEV rät Elternvereinen daher nachdrücklich davon ab, solche schulischen Aktivitäten zu finanzieren, wenn nicht sichergestellt ist, dass die Schule der Auftraggeber und somit Dienstgeber ist.

Margit Johannik, Bundesgeschäftsführerin

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Im Zusammenhang mit der Einhebung von Kostenbeiträgen durch die Schule sind folgende gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten:
Beiträge zur Erhaltung der Infrastruktur der Schule bzw. Beiträge für die Anschaffung und Instandhaltung von Unterrichtsmitteln, so genannte Lehrmittel, dürfen durch die Schule bei den Erziehungsberechtigten bzw. dem Elternverein nicht eingehoben werden.

Die Erziehungsberechtigten sind lediglich verpflichtet, die für den Unterricht benötigten Lern- und Arbeitsmittel zu finanzieren. Das sind solche, die im Eigentum des Schülers bleiben.

Über die Höhe und die Verwendung der Lern- und Arbeitsmittelbeiträge sind, sofern sie von der Schule eingehoben werden, genaue Aufzeichnungen zu führen. Die Aufzeichnungen einschließlich aller Belege sind prüffähig aufzubewahren (7jährige Aufbewahrungspflicht).
Da in der Praxis hinsichtlich des Ausmaßes und der Qualität der für den Unterricht benötigten Lern- und Arbeitsmittel äußerst unterschiedliche Auffassungen bestehen, und diese zu höchst unterschiedlichen Kostenbelastungen bei den jeweiligen Erziehungsberechtigten führen, wird seitens des BEVs im Interesse der Abfalchung solcher Mehrbelastungen folgende Vorgangsweise empfohlen:

  • Sensibilisierung des Themas Schulkosten schon in der Planungsphase
  • Die Vorbereitungsphase muss geprägt sein durch Kostenbewusstsein, Kostenvergleiche und durch die Information über Fördermöglichkeiten.
  • Die Einschätzung über die Möglichkeiten der Kostentragung durch Erziehungsberechtigte muss sich an dem Kostenmultiplikatoreffekt von Mehrkindfamilien orientieren (was ist für eine Mehrkindfamilie noch leistbar).
  • Kostenbeiträge müssen von ihrer Höhe am Beginn des Schuljahres einschätzbar sein, um den Erziehungsberechtigten eine fnanziele Planungsphase zu ermöglichen.
  • Vorgesehene Beschlüsse der Schulgremien müssen vorliegen.

 

Weiters wird in diesem Zusammenhang zum näheren Verständnis darauf hingewiesen, dass der Staat derzeit den entstehenden Mehraufwand im Betreuungs- und Erziehungsbereich des Kindes monatlich durch den Zuspruch an Familienbeihilfe und dem Kinderabsetzbetrag fördert:

  • zwischen dem 3. und 9. Lebensjahr mit zumindest € 163,60 und
  • zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr mit zumindest € 181,60

 

Download Dokument Diskussionsvorlage (Download pdf-Format, 26 KB)

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Vom 16.–18. April 2007 findet die Abschlussveranstaltung des Akademielehrganges für Cooperatives offenes Lernen statt:
Jugend - Schule - Wirtschaft / Podiumsdiskussion
Hier eine Stellungnahme des Bundesvorsitzenden, Dr. Ulf Scheriau, zu 3 wesentlichen Fragestellungen:

a) Wie weit ist die Schule der Wirtschaft verpflichtet?
b) Wie sehen Sie die Schule der Zukunft?
c) Entspricht das Unterrichtsmodell „Cool“ Ihren Vorstellungen?

ad a)
Ich sehe keine Verpflichtung der Schule gegenüber der Wirtschaft, ich sehe aber einen dringenden gesellschaftspolitischen Nachholbedarf für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft.
Als Elternvertreter erwarte ich mir von der Schule vermehrte Anstrengungen dahingehend, dass sie unsere Jugend auf das spätere Berufsleben so vorbereitet, dass sie gelernt hat zu lernen, und dass sie in der Lage ist, sich in möglichst kurzer Zeit auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen zu können.
Von der Wirtschaft erwarte ich mir, dass sie nicht eine abnehmende sondern eine zunehmende Bereitschaft zeigt, in die praxisorientierte Spezialisierung unserer Jugend zu investieren. Derzeit neigt die Wirtschaft leider dazu, in ihrem Forderungsprogramm, verursacht durch ein Gewinn maximierendes Denken, die Spezialisierung für den angebotenen Arbeitsplatz nach dem Bestellerprinzip zur Gänze vom Schulsystem bzw. vom Elternhaus einzufordern. Diese Denkweise ist abzulehnen, weil sie dazu führt, dass der Schulabsolvent zu einer Ware wird, die in extremer Abhängigkeit zum angebotenen Arbeitsplatz steht und in Folge nicht mehr in der Lage sein wird, Alternativen wahrnehmen zu können.
Unser gemeinsames Anliegen muss daher die vermehrte Bereitschaft für eine koordinierte Zusammenarbeit unter dem Gesichtspunkt der angesprochenen Aufgabenteilung zwischen Schule und Wirtschaft sein. Fordern wir für unsere Kinder das Lernen, von dessen Sinnhaftigkeit sie sich im späteren Leben überzeugen können. Jede Initiative in diese Richtung ist aus meiner Sicht zu unterstützen.

ad b)
Die Schule der Zukunft muss eine innovative Motivationswerkstätte in Sachen Bildung sein. Der Weg dorthin ist mühsam und noch weit.
Die Qualitätsverbesserung muss dabei als permanente Aufgabenstellung verstanden werden. Wir brauchen im Bildungsbereich ein Schulsystem, das personell in der Lage ist, individuelle Lernschwächen bzw. besondere Begabungen früh zu erkennen und sodann die dafür notwendigen Fördermaßnahmen zu setzten.
Die Notwendigkeit der Förderung von besonderen Begabungen, die jeder unterschiedlich besitzt, muss thematisiert werden. Unser derzeitiges System neigt dazu, Förderungspotentiale nur in Schwächen zu investieren und läuft damit Gefahr, keine „Nobelpreisträger“ mehr hervorzubringen.

ad c)
Das Unterrichtsmodell „COOL“ ist für mich eine sinnvolle Bereicherung der Bildungslandschaft. Dieses Modell setzt aus meiner Sicht eine langjährige Grundforderung um, dass sich eine moderne Schule nicht nur mehr auf die reine Wissensvermittlung beschränken kann sondern vermehrt auch andere Komponenten in den Unterricht einfließen lassen muss. Diese Komponenten zeigen sich für mich insbesondere in den Bereichen der Integration, der Selbstständigkeit, der Teamfähigkeit, der Konfliktlösungsbereitschaft, der Motivation und der emotionalen Kompetenz.

Dr. Ulf Scheriau, Bundesvorsitzender

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Die Bildungsministerin verlässt enttäuscht vorzeitig den Verhandlungstisch. Die Schulpartner haben ihrer Erwartung nicht entsprochen. Statt sich dieser Situation zu stellen und die eigene Fehleinschätzung zu akzeptieren, bricht sie das Gespräch ab. Aber nicht ohne vorher die Verantwortung für die weitere Entwicklung den Eltern zu übertragen. Erst wenn die Hausaufgaben gemacht wurden, darf wieder angetreten werden.

Die Aufgabe, die es zu lösen gilt: Eltern sollen die Probleme der Unterstufe mit jener der Oberstufe bei der Beschließung der schulautonomen Tage freundlichst selber lösen. Gleichzeitig aber auch das Dienstrecht, das Besoldungsrecht und die Betreuungsproblematik in diesem Zusammenhang für alle Schulstufen und Schultypen berücksichtigen und unter einen Hut bringen. Und das zur Zufreidenheit aller Betroffenen.

Link extern Stellungnahme:   http://elternmeinung.blogspot.com/

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben die laufende Diskussion zur Gesamtschule eine Weile verfolgt, und abgewartet, ob und in welcher Form die Eltern als Schulpartner in die Diskussion eingebunden werden.
Nachstehend senden wir Ihnen unseren Beitrag zur Diskussion.

STELLUNGNAHME ZU DER AKTUELLEN DISKUSSION GESAMTSCHULE

Der BEV steht einem Modellversuch Gesamtschule (dies gilt nicht für Wien, weil er dort flächendeckend eingeführt werden soll) grundsätzlich offen gegenüber, damit sich dieses System endlich beweisen kann und muss. Schwächen und Stärken des Systems sind aufzuzeigen, derzeit redet man nur über die Stärken.

Aus Elternsicht sind wir nicht gegen Modellversuche, sofern sie keinen Zwang ausüben.

Hinsichtlich des Modellversuches bestehen die Befürchtungen jedoch darin, dass man damit unter enormem finanziellen Einsatz einen Prototypen erzeugt, der zum Erfolg gezwungen wird, der aber schon deshalb mit dem derzeitigen Schulsystem der Differenzierung nicht vergleichbar ist, weil er im Verhältnis dazu unter einem ganz anderen Ressourceneinsatz läuft. (Anmerkung dazu: Viele langjährige Forderungen von uns sind immer wieder am Finanziellen gescheitert, bei diesem Modell spielt Geld offensichtlich keine Rolle.)

Unser Vorschlag diesbezüglich ist ein schrittweises Vorgehen. Sofern sich der Modellversuch bewährt, soll er als einer von mehreren Schultypen angeboten werden, z.B.: „Schulzweig Gesamtschule BORG Klagenfurt“. Er sollte dann als Zusatzangebot in der Bildungslandschaft stehen und die Erziehungsberechtigten sollen die Wahlmöglichkeit haben, in welchen Schultyp sie ihre Kinder schicken.

Grundsätzlich wehren wir uns gegen die Art der Einführung des Modellversuches, da es keine Einbindung der Schulpartner gab. Wenn man ein derartig tragendes Projekt, auch wenn es nur ein Modellversuch ist, ohne Einbindung der Schulpartner beschließt, so ist dies eine Missachtung der Schulpartnerschaft. Bildungspartnerschaft sieht aus unserer Sicht anders aus. Wer etwas Gemeinsames auf die Beine stellen will, muss alle Betroffenen einbinden und nicht monatelang heimlich etwas ausverhandeln und dann erwarten, dass alle davon begeistert sind. Das Elternhaus gehört zu einem der Eckpfeiler der Bildungslandschaft, alles was für den Vormittag beschlossen wird, müssen wir am Nachmittag mittragen; alles, was am Vormittag versagt, haben wir am Nachmittag aufzuarbeiten.

Zur Frage: „Wie stehen der BEV zur Gesamtschule?“

Der BEV ist für eine permanente Verbesserung des Schulsystems, aber gegen das System von euphorischen Ankündigungen ohne Inhalt und Konzept.
Wenn schon das derzeitige Schulsystem der Differenzierung aufzeigt, dass der einzelne Lehrer überfordert ist, auf individuelle Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen, wie soll das dann mit einer noch größeren Bandbreite zwischen lernschwachen und lernstarken Schülern funktionieren?

Bis jetzt konnte noch kein Befürworter der Gesamtschule erklären, wie ein ganz normaler Schulalltag aussehen wird. Welche Gegenstände unterrichtet der AHS-Lehrer, welche der Hauptschullehrer? Wie soll ohne ganztägiges Schulangebot in der Gesamtschule die innere Differenzierung stattfinden? Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass sich die Unterrichtsqualität der Lehrer mit einer erhöhten Aufgabenstellung verbessert.

Der erhöhte Ressourceneinsatz im Modellversuch führt zu einer Wettbewerbsverzerrung und damit zu einem extremen Glaubwürdigkeitsproblem des derzeitigen Systems. Es scheint so, dass manche Politiker glauben, mit dieser euphorischen Ankündigung ihre Hausaufgaben im Bildungsbereich erledigt zu haben und für die nächsten 4 Jahre (Modellversuch) keinen Blick mehr für andere Schulprobleme haben.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir im Bildungsbereich eine Fülle von ungelösten Problemen haben, die schon längst einer Lösung bedürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Im Namen des Vorstandes,
Margit Johannik
Bundesgeschäftsführerin

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Ausgegebenen Anlass halten wir ganz deutlich fest: Mitbestimmung ist eine der elementarsten Aufgaben einer gewählten Elternvertretung! Delegierte der Elternvertretung wurden von ihren Mitgliedern gewählt um ihre Interessen u.a. gegenüber den Behörden zu vertreten. Diese Mitbestimmung ist ein mühsam erarbeitetes Recht.

Wenn eine Unterrichtsministerin an den Schulpartnern vorbei agiert, stellt sie diese öffentlich in Frage. Das kann von uns als Bundesvertretung nicht akzeptiert werden.

Wer behauptet, dass in den Kollegien der Landesschulräte die Schulpartner stimmberechtigt eingebunden sind, kennt die Realität nicht. Es gibt kaum Kollegien, in denen die gewählten und somit legitimierten Elternvertreter Sitz und Stimme haben, da diese rein politisch besetzt sind! Nur weil manche der Vertreter Mütter oder Väter sind, sind sie noch lange nicht Elternvertreter! Hier herrscht offensichtlich Informationsbedarf.

Wir erwarten uns von Frau BM Schmied einer Erklärung, was sie in ihrer Presseaussendung unter „intensiveren und effektiveren Einbindung der Schulpartner“ versteht. Wir verstehen unter der lautstarken Ankündigung „Stärkung der Schulpartnerschaft“ andere Zeichen als das Durchpeitschen eines Modellversuches.

Im Namen der Vorstandes
Margit Johannik, Bundesgeschäftsführerin

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Zu den vorliegenden Entwürfen von Schulgesetzen der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, mit dem das Schulorganisationsgesetz, das Schulunterrichtsgesetz und das Schulzeitgesetz geändert werden, geben wir folgende Stellungnahmen ab:

Download Dokument Schulorganisationsgesetz (Download pdf-Dokument, 88 KB)
Download Dokument Schulunterrichtsgesetz (Download pdf-Dokument, 20 KB)
Download Dokument Schulzeitgesetz (Download pdf-Doku, 18 KB)     Link intern Schulzeitgesetz_Änderungen

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag des Bundesvorsitzenden Dr. Ulf Scheriau
Margit Johannik, Bundesgeschäftsführerin des BEV