BEV in den Medien
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Wenn Lehrer von ihrer rechtlichen Möglichkeit Gebrauch machen und eine Dienststellenversammlung abhalten, so stehen wir als Elternvertreter dem neutral gegenüber. Vielleicht ist das öffentliche Aufbegehren der Lehrerschaft ja wirklich eine Möglichkeit Bundesministerin Schmied zu einer demokratischen Vorgehensweise zu bewegen.

Wir setzen an dieser Stelle voraus, dass die Einhaltung aller Dienstvorschriften außer Streit steht:

  • Die Unterrichtszeit darf nicht missbraucht werden
  • Die Unterrichtsgarantie ist bestehendes Recht
  • Die Dienststellenversammlung ist tunlichst ohne Störung des Dienstbetriebes durchzuführen.
  • Ein Unterrichtsentfall gäbe eine schiefe Optik (verlängertes Wochenende?)

 

Das BMUKK als Dienstgeber und somit Schulaufsichtsbehörde hat hier für die dienstrechtliche Gesetzmäßigkeit zu sorgen und einer eventueller Verfehlung nachzugehen.

Klar ist aber auch, dass sich Lehrer nicht aussuchen können in welchen Punkten Eltern von einem Mitspracherecht Gebrauch machen. Die Einbindung der Eltern ist ein Gebot der Stunde, weil sie es sind, die die Schwächen des Vormittags am Nachmittag ausgleichen müssen.

Eine Diskussion über eine „Neue Mittelschule“ kann ruhig geführt werden. Eine positive Veränderung hängt aber immer von den handelnden Personen ab. Reine Ablehnungspolitik ist genauso zu vermeiden wie inhaltsleere Ankündigungspolitik.
Die Eltern fordern umsetzbare und wirkungsvolle Konzepte.

Rückfragen:
Dr. Ulf Scheriau, Bundesvorsitzender / Tel. 0676-7878975
Margit Johannik, Geschäftsführerin / Tel. 0699-10131388

BUNDESVERBAND DER ELTERNVEREINIGUNGEN
AN DEN MITTLEREN UND HÖHEREN SCHULEN IN ÖSTERREICH

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Während immer mehr Kosten auf die Eltern abgewälzt werden und Elternvereine an den Schulen immer häufiger mit Finanzierungsanfragen bombardiert werden, schließt die Finanz ein weiteres Schlupfloch.

Bietet ein an der Schule beschäftigter Lehrer am Nachmittag während seiner Freizeit bestimmte Leistungen gegen Entlohnung der teilnehmenden Schüler an (zB. Sport- oder Musikunterricht), so handelt es sich um Arbeitslohn von dritter Seite und unterliegt der Lohnsteuerpflicht.

Gleiches gilt für die Bezahlung der „Native Speaker“, der der Mittagsbetreuung, der Begleitperson für den Schulschikurs, u.s.w….

Der Quersubventionierung der Lehrer über den Elternverein wird somit ein Riegel vorgeschoben.

Elternvereine, die bis dato Kosten für Lehrer und Begleitpersonen übernommen haben, sind gut beraten sich zu vergewissern ob sie nicht als Arbeitgeber auftreten und somit alle Pflichten eines Arbeitgebers wahrzunehmen haben:

  • Einbehaltung und Abfuhr der Lohnsteuer und
  • gegebenenfalls sonstiger Abgaben (Dienstgeberbeitrag und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag).

 

Wusste der Arbeitgeber (Schule) von eventuellen Vereinbarungen zwischen dem Lehrer und dem Elternverein über zusätzlich erbrachte Leistung (darunter fällt auch Duldung), so hat er auch von diesem Arbeitslohn die Lohnsteuer einzubehalten.

Rückfragen:
Dr. Ulf Scheriau, Bundesvorsitzender / Tel. 0676-7878975
Margit Johannik, Geschäftsführerin / Tel. 0699-10131388
Unterlagen: GZ. BMF-010222/0149-VI/7/2007

BUNDESVERBAND DER ELTERNVEREINIGUNGEN
AN DEN MITTLEREN UND HÖHEREN SCHULEN IN ÖSTERREICH

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Qualitätsverbesserung bei den schulischen Fördermaßnahmen gescheitert.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 sind Schulen verpflichtet ein standortbezogenes Förderkonzept zu entwickeln, dieses laufend zu evaluieren und jährlich zu adaptieren.
Das unbefristet geltende Rundschreiben des bmukk 11/2005 enthält ganz klare Hinweise welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um einerseits die bestmögliche Entwicklung der Leistungspotentiale aller Schülerinnen und Schüler zu fördern und andererseits negative Beurteilungen möglichst zu verhindern.

„Wir machen insbesondere der Schulaufsicht den Vorwurf ihrer expliziten Aufgabe, nämlich die Umsetzung der Konzepte zu prüfen und erforderlichenfalls schulübergreifende Maßnahmen einzuleiten, nicht nachgekommen zu sein“, sagt Dr. Ulf Scheriau, Bundesvorsitzender der Elternvereinigungen. Eine Blitzumfrage unter Elternvertretern hat gezeigt, dass dieses Konzept unter den Schulpartnern kaum bekannt ist.

„In dem Rundschreiben wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Konzept den Schulpartnern bekannt zu geben ist, um Schülerinnen und Schülern und Erziehungsberechtigten Grundlagen für Entscheidungen zu geben. Dieses Förderkonzept ist ein wesentlicher Teil eines Qualitätsprozesses am Standort“, so Scheriau weiter. Da dieses Konzept offensichtlich kaum existiert muss man von einem Scheitern der Qualitätsverbesserung bei den schulischen Fördermaßnahmen ausgehen.

Dies wird indirekt auch vom Ministerium bestätigt. Die Dokumentationen von Beispielen gelungener Umsetzungen von standortbezogenen Förderkonzepten, die die Schulaufsicht(en) dem BMUKK zur Verfügung stellen sollten, damit sie andere Schulen zugänglich gemacht werden können, gibt es nicht.

Rückfragen:
Dr. Ulf Scheriau, Bundesvorsitzender, M. 0676-7878975

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Leserbrief: Eltern als Wegbereiter für eine Allianz der Besonnenen

In der Zukunft geht es mir bei den derzeit geführten aktuellen Schuldiskussionen um eine Allianz der Besonnenen,

  • die davon überzeugt sind, dass Kinder zu erziehen und auszubilden zu einer Hauptverantwortung unserer Gesellschaft zählen muss
  • die in die Zukunft blicken und nicht polarisieren
  • denen es ein Anliegen ist, dass sich unsere Kinder im späteren Berufsleben von der Sinnhaftigkeit ihrer Schulausbildung überzeugen können
  • die davon ausgehen, dass die Bildungslandschaft etwas Reformwilliges, Aufgeschlossenes und Innovatives sein muss und
  • die davon überzeugt sind, dass Schule nur funktionieren kann, wenn man bereit ist, bei der Entwicklung von Schulreformen einen konstruktiven Dialog unter mitgestalterischer Einbindung des Elternhauses zuzulassen.

 

Die derzeitige Situation der Polarisierung zwischen Standesvertretung der Lehrer und dem Ministerium schätze ich so ein, dass diese Situation durch einen damit verbundenen Bereinigungsprozess - Machtverlust der Hardliner - erst den Freiraum schaffen wird , der unbedingt notwendig sein wird , um eine Allianz der Besonnen zuzulassen.

In der derzeitigen Situation geht es mir darum,

  • klare Aussagen zu treffen, nicht zu polemisieren, nicht zu polarisieren
  • sich nicht vereinnahmen zu lassen und
  • damit einer der Wegbereiter für eine Allianz der Besonnenen und
  • in weiterer Folge Mitgestalter eines Schulsystems zu werden, dessen größtes Anliegen es ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich unsere Kinder in ihrem späteren Leben von der Sinnhaftigkeit ihrer Schulausbildung überzeugen können.

 

Dr. Ulf Scheriau
Vorsitzender des Bundesverbandes der Elternvereinigungen an mittleren und höheren Schulen Österreichs

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Ein Lösungsvorschlag der Qualitätsminderung an der Schule in Kauf nimmt, kann so nicht ernst genommen werden und schadet dem Ruf des Lehrerstandes.

Von dienstfreigestellten Lehrergewerkschaftern würde ich mir endlich konstruktive Vorschläge in Richtung Qualitätsverbesserung an der Schule erwarten und hätte dabei auch größtes Verständnis, wenn derartige Vorschläge mit einem dadurch benötigten erhöhten Ressourceneinsatz-mehr Personal an der Schule- untermauert würden.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Ulf Scheriau
Vorsitzender des Bundesverbandes der Elternvereinigungen an mittleren und höheren Schulen Österreichs

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Appell zur Vernunft!

Mit Dienststellenversammlungen innerhalb der Unterrichtszeit erweist man dem Ruf der Lehrer in der Gesellschaft einen Bärendienst.
Arbeitskonflikte dürfen nicht am Rücken der Schüler und Eltern ausgetragen werden. Ich hoffe auf einen Machtverlust der Hardliner und eine Allianz der Besonnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Ulf Scheriau
Vorsitzender des Bundesverbandes der Elternvereinigungen an mittleren und höheren Schulen Österreichs

Link intern BMUKK-Mitteilung zur Dienststellenversammlung