BEV in den Medien
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Massive Kritik an den Details der ÖVP-Bildungsreform haben in der gestrigen ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" Elternvertreter und Bildungsexperten geübt.

 

Für den Lehrer und Buchautor Nikolaus Glattauer ist das ÖVP-Papier "keine Bewegung in irgendeine Richtung, außer um sich selbst. Ich bin der Meinung, dass es wirklich ein Alibi-Papier ist und dass es am Status Quo nicht nur nichts ändert, sondern dass es die Situation sogar verschlechtert.", so der Pädagoge. Das Beibehalten der Gymnasien in der Unterstufe führe zu einer "Einzementierung der sozialen Ungleichheit".

Glattauer spricht sich ebenso wie die Präsidentin des Wiener Stadtschulrats, Susanne Brandsteidl, für die Einführung  einer Gesamtschule und die Ausweitung der Ganztagsbetreuung aus. Das von Hannes Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren begrüßt Brandsteidl, weil es ein "Signal der Zivilgesellschaft" sei. Für die Regierung sei es "eigentlich völlig peinlich. Nur noch peinlicher wäre es, wenn nichts passieren würde." ,so Brandsteidl.

ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon verteidigte erwartungsgemäß nicht nur das Bildungspapier seiner Partei sondern auch das Schulsystem. Das "Schlechtreden" der österreichischen Schulen vor dem Hintergrund der PISA-Ergebnisse "nerve" ihn. "Einzig und allein eine Untersuchung
herzunehmen, nämlich PISA, und zu sagen, das beurteilt das ganze System - das ist nicht seriös." Kritik übte Amon am geplanten Bildungsvolksbegehren: "Ein Gag - keiner weiß was er [Anm: Hannes Androsch] wirklich verlangt."

Ganz anders Theodor Saverschel, Vorsitzender der Elternvertreter an den mittleren und höheren Schulen Österreichs: das Volksbegehren sei "ein Schritt und alleine die Beteiligung ein Zeichen, wie hoch der Leidensdruck ist." Dem Bildungskonzept der ÖVP dagegen kann Saverschel nichts abgewinnen. "Wenn ich höre, dass wir schon wieder ein Konzept machen sollen, wie wir die Mittlere Reifeprüfung machen können, dann kommts mir schon langsam hoch. Ein Vorschlag nach dem anderen, aber er wird nicht umgesetzt.

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APA, 08.01.2011

VP-Bildungskonzept für Elternvertreter zu vage

Umwandlung von Hauptschule in Neue Mittelschule guter Ansatz

Wien - Als "guten Ansatz" hat Theodor Saverschel, Vorsitzender der Elternvertreter an den mittleren und höheren Schulen Österreichs, die im ÖVP-Bildungskonzept angedachte flächendeckende Umwandlung der Hauptschule in Neue Mittelschulen (NMS) bezeichnet. Er schränkte allerdings ein, dass das Papier sehr allgemein gehalten sei und etwa die Frage, welches der vielen NMS-Modelle zu Anwendung kommen soll, offen sei. Positiv sei auch, dass die AHS-Unterstufe weiter bestehen soll, so der Elternsprecher.

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Die PRESSE vom 3.01.2011


BERNADETTE BAYRHAMMER UND JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Bei Hausschuhpflicht und Raucherecke haben Eltern noch ein Mitspracherecht. Ab Landesebene entscheiden aber die Parteien. Elternvertreter bleiben außen vor.


Nach PISA gab es einen Aufschrei unter den Elternvereinen. Sie forderten den Ausbau von Ganztagsschulen, mehr Schulautonomie und eine schlankere Verwaltung. Die Eltern warnten vor der Verländerung des Schulsystems – und drängten stattdessen auf eine große Bildungsreform. Mitentscheiden können sie dabei kaum. De facto dürfte die Entscheidung, ob die Raucherecke in der Schule überdacht oder lieber gleich geschliffen werden soll, eine der kontroversiellsten sein, an der die Eltern unmittelbar beteiligt sind.

Über derartige Fragen wird im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA)entschieden, dem einzigen schulbezogenen Gremium, in dem die gewählten Elternvertreter ein verbrieftes Mitbestimmungsrecht haben. Im SGA entscheiden je drei Vertreter der Lehrer, der Schüler und der Erziehungsberechtigten bindend über Fragen wie Hausschuhpflicht, das Trinken im Unterricht, die Festlegung von schulautonomen Tagen, oder den Termin für den Sprechtag – mehr aber auch nicht.


Auf Landesebene nur „geduldet“

„Mitbestimmen können wir nur bei Nebensächlichkeiten“, sagt Theodor Saverschel, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine für mittlere und höhere Schulen. Auf Landes- und Bundesebene sind die Elternvertreter nur „geduldet“, aber nicht gesetzlich verankert, kritisiert Saverschel. Dem Schulsystem sei man als Erziehungsberechtigter gewissermaßen ausgeliefert. Die klare Forderung der Eltern: Mitbestimmung auch auf Landes- und Bundesebene.

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Die Presse - 07.12.2010

 

Die Elternvereine drängen die Regierung zu einer raschen Umsetzung der Ganztagsschule. Doch auch Mütter und Väter müssten wieder mehr Verantwortung übernehmen. 

 

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Elternverbände: "Man muss die Ministerin unterstützen"

25.11.2010 Im Streit um die Schulreform bleiben die Fronten zwischen SPÖ und ÖVP weiter verhärtet. Außer gegenseitigen Schuldzuweisungen hatten sich die Vertreter der Koalitionsparteien auch in der gestrigen ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" zum Thema "Klassenkampf um die Schule: Rote Minister gegen schwarze Landesfürsten" wenig zu sagen.

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Elternverbände wollen "profunde Trendwende" in der Bildungspolitik

 

Die Elternverbände fordern eine "profunde Trendwende" in der österreichischen Bildungspolitik. In einer gemeinsamen Erklärung stellten die Präsidenten des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (Theodor Saverschel) und des Hauptverbandes Katholischer Elternvereine Österreichs (Stefan Mandahus) am Montag fest, dass die Bildungspolitik nicht länger ein "Ort parteipolitisch motivierter Machtspiele" sein dürfe: "Es geht um die Zukunft unserer Kinder. Wir wollen eine zukunftsfähige Schule. Es geht uns nicht darum, wie gut unsere Kinder bei diversen Tests abschneiden, sondern darum, wie gut sie das Erlernte im Leben umsetzen können - in einer Zeit, die immer stärker vom Prinzip des lebenslangen Lernens bestimmt ist. Zugleich geht es uns auch darum, dass Schule nicht nur der Ausbildung für künftige Berufstätigkeit dient, sondern auch der gesamtmenschlichen Bildung".

 

Diese Aufgaben könne die Schule aber nur erfüllen, wenn die entsprechenden strukturellen Voraussetzungen gegeben sind, so die Präsidenten der beiden Elternverbände. Im Klartext heiße das, dass es zwischen Bund und jeweiliger Schule keine politisch besetzte Leitungsebene geben soll. Auf dieser Grundlage sei auch eine Umsetzung der Empfehlungen des Rechnungshofes im Hinblick auf die Schulverwaltung möglich. Es sei wichtig, im Bildungsbereich - "der über unser aller Zukunft entscheidet" - die Stimme der Zivilgesellschaft lauter vernehmbar zu machen, betonen Saverschel und Mandahus: "Deshalb unterstützen wir auch die Initiative von Hannes Androsch für ein Bildungs-Volksbegehren. Als Demokraten schätzen wir die unverzichtbare Rolle der Parteien, aber zugleich treten wir dafür ein, dass nicht alles dem parteipolitischen Kalkül unterworfen sein darf". Daher werde man auch allen Versuchen zu einer "Verländerung" des Schulsystems energischen Widerstand entgegensetzen.

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Eltern wollen "Bildungsgespräch" mit Politik

 

 

- Ein "Bildungsgespräch" der Schulpartner mit der Politik fordern die Elternvertreter anlässlich der derzeitigen Diskussion um die Kompetenzverteilung im Schulbereich. "Warum werden Eltern, Schüler und Lehrer von den Politikern einfach ignoriert?", fragte der Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, Theodor Saverschel, gegenüber der APA. Die Eltern machen bereits seit Wochen gegen eine Verländerung des Schulwesens mobil. "Auch wenn keine Wahlen stattfinden, ist engstirniges Föderalistendenken falsch am Platz."

 

Saverschel fragt sich angesichts der Tatsache, dass rund ein Drittel der Gemeinden Probleme bei der Budgeterstellung hat, wie diese dann die Schulen erhalten wollen. Dazu komme, dass etwa Höhere technische Lehranstalten (HTL) aufgrund ihres speziellen Angebots Schüler aus mehreren Bundesländern anziehen - wenn nun jedes Land etwa eigene Formen der Neuen Mittelschule (NMS) anbiete, werde es unweigerlich zu Problemen bei der Aufnahme kommen.

 

Nicht nachvollziehen kann Saverschel die Befürchtung der Länder, dass Kleinschulen zusperren müssten: "Das sind Pflichtschulen, die zum Land gehören. Ein Zusperren ist daher ohnehin Landessache."

 

Der Elternvertreter plädiert statt einer Verländerung für eine Erhöhung der Autonomie der Standorte. Die Direktoren bräuchten mehr Kompetenzen, was wiederum eine Managementausbildung bedinge. Die Anforderungen für den Posten des Schulleiters sollen auch endlich transparent nachvollziehbar werden. Unabdingbar ist für Saverschel eine einheitliche Lehrerausbildung sowie die Ansiedlung der Qualitätssicherung für die Einhaltung der Bildungsstandards auf Bundesebene: "Man kann sich ja nicht selbst kontrollieren." Das Tauziehen der vergangenen Wochen hat Saverschel mittlerweile satt: "Unsere Kinder dürfen nicht zum Spielball machtpolitischer Aktionen werden."

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Stellungnahme zu Christoph Kontanko im Kurier: Wo bleiben die Eltern?

Das individuelle Recht der Eltern auf eigenständige Erziehung ihrer Kinder ist in der österreichischen Verfassung verankert.
Weiters gibt das Schulunterrichtsgesetz die rechtliche Möglichkeit Elternvereine zu gründen. Direktoren und Direktorinnen sind sogar verpflichtet die Gründung zu fördern. Dazu werden am Schulstandort von den Eltern, deren Kinder diese Schule besuchen, Vertreter gewählt die zur Aufgabe haben:

  • die Wahrung der Elterninteressen innerhalb der Schule
  • die Vertretung der Elterninteressen nach außen - gegenüber den Behörden und sonstigen Institutionen

 

Es gibt in Österreich also eine Vielzahl legitimierter Elternvertreter, die auf Landesebene und auf Bundesebene organisatorisch zusammengefasst sind.

Leider werden diese legitimierten Vertreter von den Ministerien und Institutionen kaum eingebunden. So ist der Elternbeirat im BMUKK, der seinerzeit ins Leben gerufen wurde um die jeweiligen MinisterInnen in schulrelevanten Fragen zu beraten, zu einer Alibiveranstaltung verkommen. Die MinisterInnen glänzen dort eher mit Abwesenheit. (hat sich auch unter BM Schmied nicht geändert)

Alle anderen Ministerien kommen gänzlich ohne die legitimierten Elternvertreter aus. Dies entspricht aber nicht der gesetzlichen Vorgabe, dass Eltern das Recht haben in allen sie betreffenden Themen eingebunden zu werden. Elternvertreter haben das Recht auf Information, Mitsprache und Mitbestimmung!
Es darf hinterfragt werden wieso das auf ministerieller Ebene missachtet wird.

Probleme wie Komatrinken werden damit wahrscheinlich nicht gänzlich verhindert. Standfeste Trinker haben auch in der Politik ihre Vertreter. Aber gesellschaftliche Probleme können unter Einbindung der Eltern viel besser thematisiert werden. Dank der Verbandsstruktur der Elternvertretung kann eine Bewusstseinsbildung geschaffen werden.

Als Elternvertreterin erlaube ich mir die Frage: wieso sind Alkoholika so viel billiger als alkoholfreie Getränke? Wieso müssen wir die Auswahl auf Speisekarten zwischen Soda-Zitron oder Mineralwasser als so genanntes Jugendgetränk so lobenswert finden? Ist der Vorschlag das Donauinselfest, das Stadtfest, den Silvesterpfad, Feuerwehrfeste.... ohne Alkohol zu veranstalten wirklich nicht durchführbar? Müssen Sportveranstaltungen immer in ein Biergelage ausarten? Liegt es daran, dass die Getränkeindustrie eine zu starke Lobby hat?

Unbestritten: es gibt Eltern die ihrer Erziehungsverantwortung nicht nachkommen. Fragwürdiger sind für mich aber jene Erwachsene, die das Komatrinken durch Billig-Angebote erst ermöglichen. Jugendliche, die mit einem naturgemäß begrenzten Budget auskommen müssen, lernen sehr schnell, wie man um möglichst wenig Geld möglichst viel bekommt. Zuschütten mit einem Minimum an finanziellen Aufwand scheint legitim, weil es auch so propagiert wird.

Es stimmt: populistisches Gerede ist kein Mittel gegen Komatrinken. Der Ruf nach Erziehungsverantwortung auch nicht. Auch Kinder aus behütetem Haus tappen in die Billig-Zuschütt-Angebotsfalle. Es hilft nicht jemanden den "Schwarzer Peter" zuzuspielen. Zu glauben, dass Eltern die Wahrheit nicht vertragen und vielleicht als Wähler vergrämt werden, ist ebenso populistisch.

Gerade weil Eltern die Wahrheit vertragen engagieren sie sich ehrenamtlich im Elternverein und stellen sich zur Verfügung um in jenen Gremien mitzuarbeiten, die sich mit Erziehungsfragen auseinandersetzen. Sie setzen sich auch für jene Jugendlichen ein, deren Eltern sich aus der Erziehungsverantwortung gestohlen haben. Vielleicht werden Eltern deshalb nicht eingebunden, weil sie dort unangenehme Fragen stellen, und auf kurzfristige Umsetzung von Beschlüssen bestehen.

Rückfragen an:
Margit Johannik, Bundesgeschäftsführerin
Bundesverband der Elternvereinigungen an den mittleren und höheren Schulen in Österreich
1080 Wien, Strozzigasse 2 / ZI 422, ZVR. 437551089, Tel. 01-53120-3110, Fax. 01-53120-81-3110, Mobil: 0669-10131388, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.bundeselternverband.at

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Nur die Besten sind gut genug:  Lehrer zu sein, muss ein Privileg sein.

Will man an der Schule etwas bewegen, muss man bei den Lehrern ansetzen.
Die Aufnahmekriterien können nicht streng genug sein. Nur die Besten haben das Recht, unsere Kinder zu unterrichten.

Die kommende Generation auszubilden muss ein Privileg sein.

Nur wenn man das derzeitige starre System abschafft, kann man eine Änderung bewirken. Derzeit gibt es kaum eine Möglichkeit, schlechte Lehrer aus dem System zu eliminieren. Eltern müssen viel zu oft einen starken Ausgleich zu den vielen schwach handelnden Personen schaffen.

Wir wehren uns gegen die Einstellung, dass sich die Schule am Vormittag jede Schwäche erlauben kann, weil sie von den Eltern am Nachmittag kompensiert wird. Es ist Zeit, eine sinnvolle Bildungspartnerschaft umzusetzen. Wenn die Partnerschaft zwischen Ausbildnern und Elternhaus nicht gestärkt wird, wird es auch keine sinnvolle Schulentwicklung geben.

Die verstärkte Einbindung der Eltern in die Schulpartnerschaft ist ein Gebot der Stunde. Eltern tragen schließlich die volle Verantwortung für die positive Entwicklung ihrer Kinder. Als mündige Bürger fordern wir diese Bildungspartnerschaft, die über die aktuelle Schulpartnerschaft hinausgeht. Das Ziel ist, die ganzheitliche Bildung unserer Kinder als gemeinsame Aufgabe zu bewältigen.

Rückfragen an:
Dr. Ulf Scheriau / Bundesvorsitzender / 0676-7878975
Margit Johannik / Bundesgeschäftsführerin / 0699-10131388

Margit Johannik, Bundesgeschäftsführerin
Bundesverband der Elternvereinigungen an den mittleren und höheren Schulen in Österreich
1080 Wien, Strozzigasse 2 / ZI 422, ZVR. 437551089, Tel. 01-53120-3110, Fax. 01-53120-81-3110, Mobil: 0669-10131388, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.bundeselternverband.at