Presseaussendungen
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Elternverbände wollen "profunde Trendwende" in der Bildungspolitik

 

Die Elternverbände fordern eine "profunde Trendwende" in der österreichischen Bildungspolitik. In einer gemeinsamen Erklärung stellten die Präsidenten des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (Theodor Saverschel) und des Hauptverbandes Katholischer Elternvereine Österreichs (Stefan Mandahus) am Montag fest, dass die Bildungspolitik nicht länger ein "Ort parteipolitisch motivierter Machtspiele" sein dürfe: "Es geht um die Zukunft unserer Kinder. Wir wollen eine zukunftsfähige Schule. Es geht uns nicht darum, wie gut unsere Kinder bei diversen Tests abschneiden, sondern darum, wie gut sie das Erlernte im Leben umsetzen können - in einer Zeit, die immer stärker vom Prinzip des lebenslangen Lernens bestimmt ist. Zugleich geht es uns auch darum, dass Schule nicht nur der Ausbildung für künftige Berufstätigkeit dient, sondern auch der gesamtmenschlichen Bildung".

 

Diese Aufgaben könne die Schule aber nur erfüllen, wenn die entsprechenden strukturellen Voraussetzungen gegeben sind, so die Präsidenten der beiden Elternverbände. Im Klartext heiße das, dass es zwischen Bund und jeweiliger Schule keine politisch besetzte Leitungsebene geben soll. Auf dieser Grundlage sei auch eine Umsetzung der Empfehlungen des Rechnungshofes im Hinblick auf die Schulverwaltung möglich. Es sei wichtig, im Bildungsbereich - "der über unser aller Zukunft entscheidet" - die Stimme der Zivilgesellschaft lauter vernehmbar zu machen, betonen Saverschel und Mandahus: "Deshalb unterstützen wir auch die Initiative von Hannes Androsch für ein Bildungs-Volksbegehren. Als Demokraten schätzen wir die unverzichtbare Rolle der Parteien, aber zugleich treten wir dafür ein, dass nicht alles dem parteipolitischen Kalkül unterworfen sein darf". Daher werde man auch allen Versuchen zu einer "Verländerung" des Schulsystems energischen Widerstand entgegensetzen.