Presseaussendungen
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Die Elternverbände wollen die Aufmerksamkeit auf den zentralen Aspekt der Bildungsdiskussion - auf die Schule - lenken und haben für heute zu einem Runden Tisch über die "Schule der Zukunft" eingeladen

"In den Schulen entscheidet sich die Zukunft unseres Landes. Bildung passiert in der Klasse. Die Konzepte liegen alle auf dem Tisch. Es gibt keine Entschuldigung für einen weiteren Aufschub der lange nötigen Reformen.", so die Vorsitzenden der Elternverbände und ergänzen "Wir sehen dieses Treffen als gemeinsamen Start für die lange überfällige Umsetzung der Konzepte."

Die Vorsitzenden der Elternverbände - Stefan Mandahus (Hauptverband Katholischer Elternvereine Österreichs), Gerald Netzl ( Österreichischer Dachverband der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen), Theodor G. Saverschel  (Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs) - haben die Ministerinnen Claudia Schmied und Beatrix Karl, die Bildungssprecher der Parlamentsparteien und der Sozialpartner sowie  die Bildungsverantwortlichen der Familienverbände  zu einem "Runden Tisch" über die "Schule der Zukunft" eingeladen.

"Es haben alle Eingeladenen sofort zugesagt und teilgenommen" freuen sich die Vorsitzenden der Elternverbände. In einer sehr konstruktiven Runde wurden die, aus Sicht der Eltern vorrangingen Themen, Stärkung der Verantwortung am Schulstandort, Präzisierung des Schulleitungsprofils, Schulaufsicht als Qualitätsmanagement und Sprachförderung besprochen.



"Es ist wichtig, dass die Schulen mehr Verantwortung übertragen bekommen, um auf die lokalen Gegebenheiten rascher und effizienter reagieren zu können.

Das muss Hand in Hand mit einer signifikanten Erweiterung der Kompetenzen für die Schulleitung gehen. Darunter fallen Schul- und Unterrichtsentwicklung, Führung- und Personalentwicklung. Auch die Verbesserung in der Zusammenarbeit mit den Schulpartnern ist unabdingbar.", so die Vorsitzenden.

Eine der zentralen Forderung der Eltern, die Parteipolitik aus den Schulen und dem Bildungssystem nehmen,  wurde von allen Gesprächspartnern unterstützt.

"Die transparente Bestellung der Schulleiter unter Einbindung der Schulpartner, abseits jedes Proporzes, stellt für uns einen wichtigen Erfolgsfaktor dar."

Für Qualität sichernde Maßnahmen, strategische Planungen und Strukturmaßnahmen müssen auf Landes- und Bundesebene schulpartnerschaftlich besetzte Gremien etabliert werden, die sich aus dem Mandat der lokalen Schulpartnerschaft legitimieren.

Die Umgestaltung der Schulaufsicht im Sinne eines Qualitätscontrollings wird von den Elternvertretern als wichtige Begleitmaßnahme angesehen, "wobei es nicht genügt, dass die bestehenden Strukturen nur einen neuen Namen bekommen und die handelnden Personen sich nicht angesprochen fühlen."

Die Einführung eines Modulsystems, Erweiterung der Ganztagesangebote in verschränkter Form, die Etablierung der Feedback-Kultur, Überarbeitung der Lehrpläne, sowie Pädagogische Ausbildung, Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten für  Lehrer sind weitere Hauptfaktoren für eine Verbesserung der Qualität an der Schule.

Deutsch muss als Unterrichtssprache bereits ab dem Kindergarten gefördert werden.

Standortbezogene Förderkonzepte - wie können Schwächere gefördert und Begabte gefordert werden - sind von jedem Schulleiter für seine Schule zu erstellen und gemeinsam mit den Schulpartnern umzusetzen.

Bei all diesen Punkten handelt es sich um  Maßnahmen, für deren Umsetzung es einen breiten Konsens, über alle Parteigrenzen hinweg, gibt. Maßnahmen, die sofort umgesetzt werden können, ohne andere  zurzeit heftig diskutierte Entwicklungen zu beeinflussen bzw. deren Umsetzung abwarten zu müssen.