Presseaussendungen
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Keine einzige Gesamtschule ohne ausdrückliche Zustimmung der Schulpartner!

Bundesweit will man derzeit die vieldiskutierten und umstrittenen Modellregionen durchdrücken. Allen voran versucht dies sogar eine Tiroler Landesrätin, ohne direkt Betroffene und Schulpartner auch nur fragen zu wollen! In einzigartigen Anstrengungen bemühen sich Tiroler Schulgemeinschaftsausschüsse und Elternvereine dies zu verhindern. Der Bundeselternverband unterstützt diese Initiativen und spricht sich zum wiederholten Male vehement gegen die, zum Teil ideologisch motivierten, Zwangsbeglückungen aus und appelliert dringend an alle Verantwortlichen, diese mehr als undemokratischen Vorgangsweisen sofort einzustellen.



Entscheidung durch Schulpartner

Bereits im Regierungsübereinkommen vom 17.11.2015 ist die Absicht erkennbar, entgegen der derzeitig gültigen Rechtslage, für die Einführung der Modellregionen die Mitbestimmungsrechte der Schulpartner zu kippen. BEV Präsident Gernot Schreyer: „Das ist der klare Beweis, dass, entgegen der behaupteten Absicht die Schulautonomie zu erhöhen, offensichtlich unerwünschte Mitbestimmungsrechte abgeschafft werden sollen. Das kann so nicht hingenommen werden. Die Entscheidung durch die Schulpartner vor Ort muss österreichweit erhalten bleiben!“

Bessere Rahmenbedingungen für Unterricht

Es ist vordringlicher, den Druck durch begleitende Zusatzaufgaben, Projekte und jetzt auch durch diese drohende Strukturänderung der Gesamtschule, endlich wieder aus dem Schulalltag herauszubringen, weiteres die Zahl an Testungen auf ein Mindestmaß zu beschränken, um weitere Qualitätsverluste durch „Verwaltungslawinen“ zu verhindern. Die Schulen brauchen Zeit und wieder ausreichend Ressourcen, um sich auf ihre wesentlichen Aufgaben, das Unterrichten, zu konzentrieren.

Rasche Informationen über Neue Oberstufe (NOST)

Wie bereits informiert, zeigt sich der BEV über die Ankündigung der Verschiebung der NOST erfreut. Hier könnte – entgegen bisheriger Praxis – genügend Zeit gegeben werden, Mängel noch vor der Einführung zu beheben. Wünschenswert wäre eine rasche Klarheit über die weitere Vorgehensweise an den einzelnen Standorten, insbesondere welches Gremium über die spätere Einführung der NOST entscheidet! Nach Beurteilung des BEV muss das ausschließlich in die alleinige Kompetenz des Schulgemeinschaftsausschusses der jeweiligen Schule fallen!

Der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs vertritt die Interessen von ca. 650.000 Erziehungsberechtigten von rund 400.000 Schülern an über 1.100 Schulen in Österreich.

 

Rückfragen:
Akad FDL Gernot SCHREYER
Präsident Bundeselternverband
0676 / 430 0850