Presseaussendungen
Share |

15.02.2016, 10:00 | OTS0025 | Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs

 

Bildungspaket zerstört Schulpartnerschaft!
Schulpartner von Verhandlungen über „Bildungspaket“ ausgeschlossen - es droht Demontage schulpartnerschaftlicher Gremien

Österreichs Schulpartner sind von den Verhandlungen über das aktuelle „Bildungspaket“ völlig ausgeschlossen. Im vorliegenden Regierungspapier ist nun klar erkennbar, dass schulpartnerschaftliche Gremien demontiert werden sollen. Die jahrelange und erfolgreiche Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Eltern an den Schulen verkommt bestenfalls zum Feigenblatt.

 

Erfolgsmodell

Seit Jahrzehnten leisten österreichweit Schulpartner wesentliche Beiträge zur Schulentwicklung. Es werden Weichenstellungen für den jeweiligen Standort, im Interesse der Bildung unserer Kinder, gemeinsam erarbeitet und entschieden. Das wichtigste Gremium ist dabei der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA), welcher auf demokratischem Weg (!) von Elternvereinen, Schüler- und Lehrervertretungen beschickt wird. Darüber hinaus wurden bereits in einigen Ländern erfolgreich schulpartnerschaftliche Gremien auf Landesebene geschaffen, ebenso wie der bereits operativ tätige „Bundes SGA“.

Demontage

Unter anderem ist im Kapitel „Autonomiepaket“ auf einmal nur mehr die Rede von „einem“ partnerschaftlichen Gremium. Zusätzlich soll ein „Schulbeirat“ geschaffen werden – ohne Hinweis wer darin vertreten sein soll. Es ist nur noch von „beratendem Einbinden“ und unscharfem „Mitbestimmen“ im Zuge der Ziel- und Konzepterstellung zu lesen und im Bereich der sogenannten „Modellregionen“ ist ein völliges Übergehen der Schulpartner – also ein zentralistisches „Drüberfahren“ über Schüler, Eltern und Lehrer geplant.

Gesprächsverweigerung

Der Bundeselternverband spricht sich nachhaltig gegen diese Demontage des Erfolgsmodelles „Schulpartnerschaft“ aus. Präsident Gernot Schreyer: „Eltern-, Lehrer- und Schülervertretung sind wieder einmal nicht in Planungen eines Bildungspaketes eingebunden! Es gibt nachweislich keine Gesprächsangebote. Statt partnerschaftliche Gremien auszuweiten und zu stärken, sollen diese nun reduziert, beschnitten und offensichtlich völlig demontiert werden! Demokratie sieht anders aus!“

In einer wahren Zentralisierungsorgie sollen nun entscheidende Kompetenzen im Ministerium gebündelt werden und gehen dadurch vor Ort verloren. Dies widerspricht auch zusätzlich der angekündigt stärkeren Schulautonomie.

Der Bundeselternverband fordert die Regierungsparteien daher auf:

1. Den SGA und bereits bestehende Mitspracherechte zu erhalten. Schulpartnerschaftliche Gremien zusätzlich auf den Ebenen Land und Bund gesetzlich zu verankern und die Kompetenzen all dieser Gremien zu stärken und auszuweiten!

2. Die nicht nachvollziehbare Gesprächsverweigerung gegenüber den Schulpartnern unverzüglich zu beenden und diese in die derzeit laufenden Planungen und Entscheidungen sofort einzubinden!

Rückfragehinweis:
   Bundesverband der Elternvereine
   an mittleren und höheren Schulen
   Gernot Schreyer, Akad. FDL
   Präsident
   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   http://www.bundeselternverband.at