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BEV fordert die Termine der Wiederholungsprüfungen zu reformieren!!

 

Die Termine der jährlichen Wiederholungsprüfungen an den AHS/BHS Schulen Österreichs sind seit 2005 ein immer wiederkehrender Zankapfel. Alle Jahre wieder stellt sich die Frage ob Montag/Dienstag oder nicht doch Donnerstag/Freitag.

Seit 2005, also noch unter Unterrichtsministerin Gehrer, wurde der Schulbeginn in den AHS/BHS von Mittwoch auf Montag vorverlegt. Die Wiederholungsprüfungen, blieben jedoch mit Montag/Dienstag fixiert - nicht zuletzt auch wegen des Drucks der Lehrergewerkschaft.

 

„Im jeweiligen Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) kann aber davon abweichend entschieden werden, ob die Wiederholungsprüfung statt Montag/Dienstag auf Donnerstag/Freitag der letzten Ferienwoche vorverlegt werden kann. Dieser Vorverlegung müssen aber 2/3 der Schüler, 2/3 der Eltern UND 2/3 der Lehrer zustimmen. Somit ist das ein vorprogrammierter Konfliktpunkt“, so Theodor Saverschel, Vorsitzender des Bundeselternverbandes für AHS und BHS, „Leider ist es schon zur Tradition geworden, dass das BMUKK unangenehme Entscheidungen, unter dem Schlagwort „Schulautonomie“ gerne auf die Schulpartner der jeweiligen Schulstandorte abwälzt. Der Status Quo kann und darf nicht beibehalten werden“.

 

Unangenehm deswegen, weil sich das BMUKK mit der Lehrergewerkschaft anlegen müsste, geht es doch um zu opfernde Ferientage.

 

„Dabei wäre gerade diese Zeit als eine sehr sinnvolle Lösung anzustreben, denn hier könnten die Probanden in aller Ruhe, ohne allgemeinen Schulstress, die Wiederholungsprüfungen ablegen.“, so Saverschel „Auch für die Lehrkräfte wäre es eine etwas stressfreiere Zeit und natürlich auch für die Planung der Einteilung in der Schule durch die Administration und Direktion. Dieses ist nicht möglich wenn die Aufteilung der Schüler noch nicht abgeschlossen ist.“

 

Der BEV fordert:

 

Entweder die Wiederholungsprüfungen finden am Donnerstag/Freitag der letzten Ferienwoche, oder der Schulbeginn ist wieder auf Mittwoch zu verlegen, was jedoch einer Verlängerung der Ferien gleichkäme und die Wiederholungsprüfungen finden, wie gehabt, am Montag/Dienstag der ersten Schulwoche statt.

 

Wir wollen klare Richtlinien nach denen sich ALLE zu richten haben und kein „Wischiwaschi“.

 

Gesetzliche Regelung:

 

Gem. § 23 Abs. (1a)

Die Wiederholungsprüfungen finden - soweit die nachstehenden Absätze nicht anderes anordnen - an den ersten beiden Unterrichtstagen der ersten Woche des folgenden Schuljahres statt.

 

Im gleichen Paragraphen Abs. (1c) steht folgendes:

Wenn der Beginn des Unterrichts an den ersten beiden Tagen des Schuljahres (§ 10 Abs. 1) durch die Abhaltung der Wiederholungsprüfungen beeinträchtigt wäre oder es aus anderen organisatorischen Gründen, wie insbesondere der Gewährleistung einer ordnungsgemäßen und schülerorientierten Durchführung der Wiederholungsprüfungen, zweckmäßig ist, kann das Schulforum (§ 63a) bzw. der Schulgemeinschaftsausschuss (§ 64) beschließen, dass die Wiederholungsprüfungen abweichend von Abs. 1a auch oder nur am Donnerstag und bzw. oder Freitag der letzten Woche des Schuljahres durchzuführen sind. Ein solcher Beschluss unterliegt den Beschlusserfordernissen des § 63a Abs. 12 bzw. des § 64 Abs. 11, jeweils vierter Satz.

 

Bereits in der entsprechenden Gesetzesstelle findet sich hier die Diskrepanz indiesem Gesetz. Wenn die Schule mit Montag beginnen soll, dann sollten auch alle SchülerInnen wissen in welche Schulstufe sie gehören. Lehrer und Lehrerinnen sollten bereits mit dem Unterricht beginnen können und sich nicht mit der Abhaltung von Wiederholungsprüfungen befassen müssen.

 

Laut Gesetz (SchUG § 10 Abs. 1) ist die Schulleitung verpflichtet:

 

§ 10. (1) Der Schulleiter hat für jede Klasse innerhalb der ersten beiden Tage des Schuljahres, an Berufsschulen innerhalb der ersten beiden Schultage einer Klasse, einen Plan über die für die Unterrichtsarbeit zweckmäßige Aufteilung der lehrplanmäßig vorgesehenen Unterrichtsgegenstände auf die einzelnen Unterrichtsstunden (Stundenplan) in geeigneter Weise kundzumachen. Der Stundenplan und jede nicht nur vorübergehende Änderung desselben sind der Schulbehörde erster Instanz schriftlich zur Kenntnis zu bringen.

 

Doch dieses ist nicht möglich wenn die Aufteilung der Schüler noch nicht abgeschlossen ist. (Evtl. Teilungen durch Klassenschülerhöchstzahlen)

 

Aus diesem Grund fordert der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs eine klare Regelung über Schulanfang und Wiederholungsprüfungen!

 

Wenn nicht im Vorfeld bereits Bedenken von Seiten des Gesetzgebers zu erkennen gewesen wären, dann hätte man auf den §23. Abs. 1c verzichten können. Dieser wurde jedoch oder wahrscheinlich dafür eingefügt um die Verantwortung an die Schulen direkt zu tragen. Es kommt noch besser, eine Vorverlegung kann gem. SGA-Beschluss durchgesetzt werden und ist somit autonom an jeder Schule zu fixieren. In sehr vielen SGA`s kommt es zu keiner 2/3-Mehrheit (wohlgemerkt PRO Kurie, also 2/3 der Schüler, 2/3 der Lehrer und 2/3 der Eltern), da eine Gruppe der Schulpartner nicht bereit ist eine Verkürzung der Sommerferien zu akzeptieren.

 

Somit fallen die Wiederholungsprüfungen auf die ersten beiden Schultage. Es kann kein ordentlicher Unterricht erfolgen, Schüler und Schülerinnen können sich nicht in die richtige Klasse setzen, Lehrer und Lehrerinnen sind mit einer „unvollständigen“ Klasse beschäftigt und der psychische Druck auf die Wiederholungsprüflinge ist um ein vielfaches höher als wenn die Wiederholungsprüfungen außerhalb des Regelunterrichts stattfinden würden.

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BEV fordert die Termine der Wiederholungsprüfungen zu reformieren
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Datum 13.09.2012 17:53:54 Dateigröße 43.1 KB Download 136 Download

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